Aktuelle Termine

Imre Kocsis

So. 15. September bis So. 10. November 2019

im Kunstturm Mücke

Vernissage:    So. 15. September 14.00 Uhr

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Infokarte
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Aufbauend auf in erster Linie schwarzweiß gehaltenen Bildern entwickelte Kocsisin über 30 Jahren zahlreiche Raum-Boden-Wandobjekte, die sich ebenfalls durcheine völlige Reduktion auf die Nichtfarben Schwarz und Weiß auszeichnen. Indem er dadurch flächige zweidimensionale Strukturen in die Dreidimensionalität überführt, macht Kocsis den Raum selbst zur Grundlage seiner Arbeiten. Durch das Legen, Stellen oder Anlehnen der linearen Objekte an die Wände entsteht eine Raumillusion und -tiefe. Diese Interaktion mit dem jeweiligen Ausstellungsraum eröffnet immer wieder neue Sichtweisen auf die einzelnen Arbeiten und ermöglichtes dem Betrachter, im Durchschreiten des Raumes das Gesehene immer wieder neu zu verorten. (Stiftung für Konkrete Kunst und Design, Ingolstadt)



ERZ_10

Überflieger – Landschaft im Wandel

14.07. 2019 – 08.09.2019

im Kunstturm Mücke

Eröffnung Sonntag, 14. Juli 2019, 14.00 Uhr

Wohl kaum eindrucksvoller als durch über Jahrzehnte gestaffelte Luftbildaufnahmen
lässt sich der Einfluss industriellen Abbaus von Bodenschätzen auf eine Landschaft nachvollziehen. So hat sich die Arbeitsgruppe des Kunstturms
Mücke in ihrer 10ten Ausstellung zum Thema „Erzbergbau in Oberhessen“ diesmal der Einflussnahme auf die Landschaft, d. h. der Änderungen von Bachverläufen, der Bebauungsdichte, dem Entstehen (und Verschwinden) gewaltiger Erdlöcher, dem Bau und Umbau von Verbindungswegen wie Straßen, Bahnlinien und Seilbahnen, gewidmet. Bei flüchtiger Betrachtung der Luftbildaufnahmen sind diese Veränderungen schnell zu übersehen. Erst die
Betrachtung von Detailbereichen macht deutlich, welche Massen an Boden und Material bewegt werden mussten, um an den Stoff zu gelangen, der
nicht nur für die hiesige Region einen wirtschaftlichen Aufschwung versprach,
sondern von nationalem Interesse war. Rasanter industrieller Aufschwung machten Kohle und Erze zu so wichtigen Rohstoffen, dass sie die Wirtschaftskraft
eines Landes definierten, ja über den Ausgang von Kriegen entschieden.
Und doch bleibt auch hier manches unsichtbar: Seien es die unterirdischen Stollen oder die Geschichten der ehemaligen Bergleute, die in den Anfängen
noch mit einfachsten Mitteln, dem Boden das „Drachenfutter“ entrissen. Eine umfangreiche Sammlung historischer Fotos begleitet daher die Ausstellung.
Beim Auffinden und Interpretieren der Kartendetails bieten die Mitglieder des Vereins gern ihre Hilfe an. Neben diesen historischen Dokumenten ermöglicht
der Kunstturm Mücke erstmalig Einblicke in seine Vereinsgeschichte. Zwei prall gefüllte „Presseordner“ erlauben Einblicke in die Abfolge der Ausstellungen,
deren Schwerpunkte zeitgenössische Kunst und regionale Bergbau-Historie sind.